Kombination von E-Learning und Präsenztrainings

"E-Learning ist ein effektiver Weg zu lernen, aber noch besser ist es, dies mit Präsenztrainings zu verbinden. Diese Kombination gibt uns die Möglichkeit voneinander zu lernen und Erfahrungen, die wir in verschiedenen Projekten gemacht haben, auszutauschen", sagt Wilfried Bender. Bender arbeitet im Forschungszentrum von Hydro Aluminium in Bonn. Anfangs war er etwas skeptisch, ob der Projektmanagement-Kurs das Richtige für ihn war, da er annahm, dass der Kurs nur für Mitarbeiter bestimmt sei, die an großen Projekten arbeiten. Die anfängliche Skepsis verwandelte sich jedoch schnell in Interesse, als er realisierte, dass verschiedene Module des Kurses auf seine tägliche Arbeit anwendbar sind. "Man kann von der Art und Weise wie große Projekte geleitet werden, etwas lernen, sogar wenn deine Projekte nur klein sind. Zu lernen wie ein Projekt aufgebaut wird, ist besonders nützlich gewesen," sagt Bender.

Geschäftsorientierte Forschung

In Hydro Aluminium wird viel Wert darauf gelegt, dass nur Forschungsergebnisse verwendet werden, die auch positive Auswirkungen auf die Konten des Unternehmens haben. "Üblicherweise sage ich, dass unsere Forschungs- und Entwicklungsabteilung aus einem kleinen "F" und und einem großen "E" besteht. 30 % unseres Geschäfts ist Forschung, der Rest ist Entwicklung", erklärt Remen.

Damit Hydro Aluminium wettbewerbsfähig bleibt, muss es kontinuierlich seine Produkte und Prozesse verbessern. Das ist der Grund dafür, dass das Unternehmen jedes Jahr ein hohes Budget für Forschung und Entwicklung aufwendet. Im Jahre 2005 betrug das Budget 57 Mill. €. "Wir benötigten eine gemeinsame Sprache, die uns verbindet", sagt Remen und erklärt warum die Forschungs- und Entwicklungsabteilung mehr über Projektmanagement lernen muss: "Wenn wir ein gemeinsames Verständnis darüber haben, wie wir unsere Projekte durchführen müssen, ist auch jedes einzelne Projektergebnis besser", setzt er hinzu.

Hochqualifizierte Teilnehmer

Die Arbeit für die Entwicklung des Trainingsprogramms für die Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Hydro Aluminium wurde in Form eines Projekts organisiert. Das Steering-Komitee wurde aus drei Vertretern vom Unternehmen sowie zwei Vertreter von Metier gebildet. "Es ist ungewöhnlich ein Trainingsprogramm für ein Unternehmen zu organisieren, wo die meisten Mitarbeiter schon promoviert haben", sagt Anne Line Grepne von Metier. Sie leitet das Steering-Komitee und half im Herbst bei der Organsiation eines Pilots bei dem ausgewählte Teilnehmer das Konzept einem Tauglichkeitstest unterzogen. "Wir erhielten ein sehr detailliertes Feedback von denen die an der Pilotphase teilgenommen hatten. Es ist gut, dass unsere Kunden so hohe Anforderungen an uns stellen, dass bringt uns dazu noch bessere Produkte zu liefern", sagt Grepne.

Trainingsprogramme weiter optimieren

"Wir planen dieses Jahr vier Kurse durchzuführen und danach immer zwei pro Jahr", erklärt Remen. Er schließt nicht aus, dass andere Abteilungen in Hydro Schritt für Schritt folgen werden und deren eigenen Kurse in Zusammenarbeit mit Metier entwerfen und durchführen werden.

"Es gibt viele Anbieter, die Trainings für Projektmanagement anbieten, aber diese Kurse sind oft sehr allgemein gehalten. Metier war in der Lage uns ein maßgeschneidertes Konzept passend auf unsere Bedürfnisse anzubieten", sagt Remen. "Bis jetzt war das Feedback der Teilnehmer exzellent", sagt Grepne zusammenfassend. "Wir werden nun auf der Basis des Feedbacks was wir erhalten haben, das Trainingsprogramm weiterentwickeln", meint sie abschließend.